Brandschutz - ein heißes Thema in der Vortragsreihe bei Duschl Ingenieure

02.02.2012 eigener Bericht über die Vortragsreihe Duschl Ingenieure


BRANDSCHUTZ
ein heißes Thema in der Vortragsreihe bei DUSCHL INGENIEURE

Referenten:
Michael Kaiser Architekt Dipl.-Ing. (FH), Brandschutzsachverständiger
Bernhard Opperer Dipl.-Ing., Duschl Ingenieure

Vortragsreihe Duschl Ingenieure - Michael Kaiser, Bernhard Opperer und Gerhard Duschl

v.l.n.r.
Michael Kaiser, Architekt Dipl.-Ing. (FH) Brandschutzsachverständiger
Bernhard Opperer Dipl.-Ing. Duschl Ingenieure
Gerhard Duschl, Duschl Ingenieure
Foto: Duschl Ingenieure GmbH & Co KG

In dem etwa 1-stündigen Kurzvortrag referierte Michael Kaiser vor einem Gremium von etwa 30 Teilnehmern aus Architektur, Industrie, Handel und Handwerk nicht nur aus dem Blickwinkel eines Architekten und Sachverständigen für Brandschutz sondern auch als aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr.
Das unterentwickelte Brandschutz-Bewusstsein in der Bevölkerung stellt ein großes Problem dar. Z. B. werden bei Gebäudesanierungen häufig Brandherde geschaffen, die nur auf ihre Zündung warten. Gleiches gilt für Nachinstallationen und Anordnung von Einrichtungsgegenständen in Privathaushalten.
Der Referent appellierte an die Anwesenden, im Vorfeld mehr auf vorbeugenden Brandschutz zu achten als auf technische Maßnahmen zu vertrauen.
Nur gelebter Brandschutz ist guter Brandschutz.

Im zweiten Teil referierte Bernhard Opperer zum Thema Brand- und Blitzschutz bei Photovoltaikanlagen (PV-Anlage). Photovoltaik ist schon längst kein Fremdwort mehr, sondern gehört zum Vokabular des täglichen Lebens. Die Vorteile kennt jeder; die Gefahren werden häufig außer Acht gelassen. Je nach Dachart und Montage sind die Anlagen üblicherweise der höchste Punkt des Hauses und damit einem höheren Blitzeinschlag-Risiko ausgesetzt.
Viele Betreiber besitzen keine Blitzschutzanlage oder einen Überspannungsschutz. Sollte ein Blitz einschlagen und einen Brand verursachen, herrscht im Gebäude große Gefährdung der Einsatzkräfte durch nicht abschaltbare Gleichspannung aus den PV-Modulen. Der Löschvorgang wird dadurch nicht unerheblich erschwert oder gar unmöglich gemacht.
Ist ein Blitzschutz am Gebäude aus öffentlich rechtlichen (z. B. Bauordnung) oder privaten Gründen (z. B. EDV-Anlage) erforderlich, so muss die PV-Anlage in den Blitzschutz integriert werden. Bestehende Blitzschutzanlagen auf Dächern werden bei nachträglichem Aufbau einer PV-Anlage häufig in ihrer Wirkung eingeschränkt und bedürfen einer Anpassung.

Artikel: Monika Radtke, Duschl Ingenieure

 

retourn to published in 2012